Spreitzer – Oestricher Lenchen Kabinett – 2019 – halbtrocken – VDP Große Lage – Rheingau – Deutschland

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Gelbfruchtiger Kabinett, saftig, frisch und feinfruchtig.

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Der 2019er Oestricher Lenchen Kabinett ist ein fruchtsüßer Riesling aus dem Hause Spreitzer.

Im Glas zeigt er sich mit einer zartgoldenen Farbe.

Er duftet nach reifen Äpfeln, leicht blumig und dezent nach Zitrusfrucht.

Am Gaumen werden die Apfel- und Zitrusnoten von ausgeprägten Aprikosennoten ergänzt. Die lebendige Fruchtsäure und die Restsüße geben dem Oestricher Lenchen Kabinett eine gute Balance. Mit seinen 43,8 g/l Restzuckergehalt zählt er gerade noch so zu den halbtrockenen/feinherben Weinen.

Weinbereitung

Die Bezeichnung „VDP Große Lage“ zeichnet die hochwertigsten deutschen Weinberge aus. Die Lagen sind genau nach Parzellen abgegrenzt. Hier reifen Weine mit ausgeprägtem Lagencharakter und besonderem Reifepotenzial. Welche Reben angepflanzt werden können ist auf den Weinberg abgestimmt und eng begrenzt.

Der Großteil der Trauben im Hause Spreitzer wird per Hand gelesen und selektiert. Nur so können die Brüder sicherstellen, dass nur die perfekten Trauben verwendet werden. Perfekt heißt in diesem Falle besonders extraktreich und natürlich gesund. Dafür wird zunächst der Ertrag schon mit dem Anschnitt reduziert. Außerdem wird im Hause Spreitzer traditionell sehr spät gelesen, sodass die Trauben die optimale physiologische Reife erlangen können.

Anders als für trockene Weine, wird der Most für diese leichten Süßweine nicht komplett in Alkohol verwandelt. Ein Teil der Traubensüße bleibt unvergoren im Wein zurück. Die alkoholische Gärung kommt entweder von selbst zum Erliegen oder wird durch geeignete Maßnahmen gestoppt. Im Ergebnis entstehen Weine mit moderater Süße, kräftiger, aber sehr harmonischer Säure und einem sehr niedrigem Alkoholgehalt zwischen 7 und 9 Vol.%.

Unter der Bezeichnung “Kabinett” kommen die leichtesten Vertreter dieser Weine in den Handel.

 

Über das Weingut

Die Familie Spreitzer ist fest verwurzelt in der Weinbaugeschichte Oestrichs. 1899 investierte Heinrich Spreitzer sein Erspartes und erfüllte sich den Traum vom eigenen Weingut – eigentlich war er Gastronom – am damaligen Ortsrand von Oestrich.

Sein Sohn Josef, einer von 7 Sprösslingen, Namensgeber des heutigen Weinguts und Großvater der aktuell aktiven Spreitzer Generation, war zunächst erfolgreich Gutsverwalter im Weingut Hess. Mit dem sagenhaften Mostgewicht von 303 Grad Oechsle stellte er im Jahre 1920 einen Rekord auf, der bis zum Jahre 2003 im Rheingau ungebrochen blieb. Die Werte der 1920er Oestricher Bremberg-Eiserberg Trockenbeerenauslese wurden damals offiziell vom Untersuchungslabor Fresenius in Wiesbaden bestätigt.
Als Hommage an diesen großen Wein trägt die Spätlese Oestricher Lenchen noch heute den Namen „303“. Der Weinberg ist derselbe, von welchem auch die Rekord-Trauben stammten.

1929 übernahm Josef Spreitzer schließlich, mit Hilfe seines Vaters, das Weingut Hess und führte es fortan unter eigenem Namen weiter.

Nach dem zweiten Weltkrieg übergab er den Staffelstab an seinen Sohn Bernhard Spreitzer. Mit ihm begann der internationale Handel der Spreitzer Weine. Stück für Stück baute er den Erfolg des Familienunternehmens aus.

Seit 1997 führen nun die Brüder Bernd und Andreas das operative Geschäft. Zwei Jahre später wurde das Weingut Mitglied im VDP, worauf man im Hause Spreitzer nach wie vor sehr stolz ist.

Außerdem legen Spreitzers großen Wert auf naturnahen Anbau und versuchen ihren CO2-Fußabdruck so gering wie möglich zu halten. Dafür haben sie unter anderem die Hausenergietechnik schon vor einigen Jahren auf Photovoltaik und Erdwärmeenergie umgestellt.

 

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Zusätzliche Informationen

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